Durmitor Nationalpark

Durmitor Nationalpark Montenegro – Wandern, Rafting, Skifahren & die schönsten Tipps

Lage: Nordwesten Montenegros, Zentrum: Stadt Žabljak – ca. 2,5 Std. von Budva

Fläche: Ca. 390 km² – UNESCO-Weltnaturerbe seit 1980

Höchster Gipfel: Bobotov Kuk – 2.523 m

Seen: 18 Gletscherseen – darunter der Crno Jezero (Schwarzer See)

Highlights: Tara-Schlucht, Rafting, Wanderwege, Skigebiet Žabljak, Crno Jezero

Beste Reisezeit: Juni–September (Wandern), Dezember–März (Ski)

Wer an Montenegro denkt, denkt an Adria, Kotor, Sandstrände. Wer Montenegro wirklich kennt, denkt auch an den Durmitor. Denn dieser Nationalpark im Nordwesten des Landes ist das vollständige Gegenteil der Küste: kalt statt warm, still statt laut, alpin statt mediterran. Gletscherseen, die so klar sind, dass man den Grund sieht. Gipfel über 2.500 Meter, die im Juni noch Schnee tragen. Die tiefste Schlucht Europas, durch die ein Fluss in einem Türkis fließt, das man nicht für real hält.

Der Durmitor ist das wildeste, ursprünglichste Montenegro – und für viele Reisende der Moment, in dem sie wirklich verstehen, warum dieses kleine Land so außergewöhnlich ist.


Crno Jezero – der Schwarze See

Lage: Ca. 3 km von Žabljak – zu Fuß oder mit dem Auto erreichbar

Fläche: Ca. 5,3 Hektar (Großer See) + 1,5 Hektar (Kleiner See)

Eintritt: Ca. 3 € pro Person (Nationalpark-Tageskarte)

Rundweg: Ca. 3,5 km rund um den See – 1 bis 1,5 Std. gemütlich

Der Crno Jezero – Schwarzer See – ist das Herzstück des Durmitor-Nationalparks und der meistbesuchte Ort im gesamten montenegrinischen Inland. Der Name ist irreführend: Das Wasser ist nicht schwarz, sondern ein tiefes, dunkles Grün-Blau, das sich aus dem Spiegelbild der umliegenden Schwarzkiefern ergibt. Bei Windstille reflektiert die Oberfläche den Pinienwaldrand so perfekt, dass oben und unten kaum zu unterscheiden sind.

Der 3,5 km lange Rundweg um den See ist der schönste leichte Spaziergang im gesamten Nationalpark – flach, gut ausgeschildert, für alle Altersgruppen geeignet. Dabei passiert man den schmalen Verbindungskanal zwischen dem Großen und dem Kleinen See – im Sommer oft mit Forellen besetzt, die man durchs klare Wasser bis auf den Grund sehen kann.

Schwimmen im Crno Jezero

Das Schwimmen im Crno Jezero ist erlaubt – aber nichts für Warmduscher. Das Wasser hat selbst im Hochsommer selten mehr als 18–20°C, da der See von unterirdischen Quellen gespeist wird. Wer trotzdem springt: der Sprung von den Felsen am Ufer in das kristallklare Wasser gehört zu den frischesten Erlebnissen, die Montenegro zu bieten hat.

🗝 Geheimtipp: Früh morgens um 7 Uhr am See – wenn der Nebel noch über dem Wasser liegt und die ersten Sonnenstrahlen durch die Kiefern brechen. Zu dieser Zeit ist man oft allein und der Anblick ist unwirklich schön. Mittags kommen die Tagesbesucher aus Budva und Kotor.

Tara-Schlucht – die tiefste Schlucht Europas

Länge: Ca. 82 km

Tiefe: Bis zu 1.300 m – tiefste Schlucht Europas, zweittiefste weltweit nach dem Grand Canyon

Wasserfarbe: Türkis-grün – Smaragdgrün je nach Licht und Saison

UNESCO: Teil des Durmitor-Weltnaturerbes

Die Tara-Schlucht ist eines der großartigsten Naturschauspiele Europas – und kaum jemand außerhalb des Balkans kennt sie. Bis zu 1.300 Meter tief, 82 Kilometer lang, mit einem Fluss an der Sohle, der in einem so intensiven Türkis leuchtet, dass Fotos davon unbearbeitet wie Photoshop-Werke aussehen. Die Tara ist nach dem Grand Canyon die zweittiefste Schlucht der Welt – in Europa hat sie nichts Vergleichbares.

Rafting auf der Tara – das Abenteuer-Highlight

Das Rafting auf der Tara ist eines der beliebtesten Outdoor-Erlebnisse in ganz Montenegro. Die ca. 18 km langen Strecken führen durch Stromschnellen der Klassen II–III – abenteuerlich genug für den Kick, aber auch für Anfänger und Familien geeignet. Zahlreiche Anbieter in Žabljak und am Fluss selbst organisieren Tagestouren mit Ausrüstung, Guide und Mittagessen am Ufer.

Rafting-Saison: April bis Oktober – bestes Wasser im Mai/Juni (Schneeschmelze)

Preis: Ca. 35–60 € pro Person für eine Tagestour inkl. Ausrüstung

Dauer: Halbtag (ca. 3 Std. auf dem Wasser) oder Ganztagestour

Für wen: Ab ca. 8 Jahren, keine Vorkenntnisse nötig

Đurđevića-Tara-Brücke – Aussichtspunkt über der Schlucht

Die Đurđevića-Tara-Brücke überspannt die Schlucht auf 172 Metern Höhe – eine der höchsten Autobrücken Europas, 1940 fertiggestellt. Von der Brücke aus hat man den vielleicht besten Blick in die Tara-Schlucht: senkrecht hinunter auf das türkisblaue Wasser, flankiert von bewaldeten Steilwänden. Wer möchte, kann mit einem Zipline über die Schlucht fahren – direkt von der Brücke aus.

🗝 Geheimtipp: Früh morgens an der Brücke – wenn der Nebel in der Schlucht liegt und nur die Baumkronen herausragen, sieht die Tara-Schlucht aus wie ein Fjord. Mittags ist die Brücke voll mit Tagesbesuchern.

Wandern im Durmitor – von leicht bis anspruchsvoll

Der Durmitor-Nationalpark hat ein ausgedehntes Wanderwegenetz für alle Schwierigkeitsstufen – vom entspannten Seenrundweg bis zum anspruchsvollen Gipfelaufstieg auf den höchsten Berg Montenegros.

Crno Jezero Rundweg – leicht (3,5 km, 1–1,5 Std.)

Flacher Rundweg um den Schwarzen See durch Kiefernwald. Ideal für Familien, Einsteiger und alle die einfach die Natur genießen wollen. Keine besonderen Vorkenntnisse oder Ausrüstung nötig.

Zminje Jezero & Seen-Route – mittel (6–10 km, 3–4 Std.)

Die Seen-Route verbindet mehrere Gletscherseen im Nationalpark miteinander — Crno Jezero, Zminje Jezero und weitere. Leichtes bis mittleres Gelände, gut markiert, mit wechselnden Panoramen auf die umliegenden Gipfel. Einer der schönsten Halbtageswanderungen im Durmitor.

Bobotov Kuk – schwer (ca. 14 km, 6–8 Std.)

Der Aufstieg auf den höchsten Gipfel Montenegros (2.523 m) ist der anspruchsvollste Wandertag im Durmitor. Gute Kondition, festes Schuhwerk und Erfahrung im Bergwandern sind Voraussetzung. Der Lohn: ein 360-Grad-Panorama über den gesamten Nationalpark, die Adria am Horizont und an klaren Tagen bis nach Albanien. Start früh morgens, Rückkehr nachmittags.

Wichtig für alle Wanderungen: Wetter im Durmitor kann sich schnell ändern – auch im Sommer. Regenjakke, warme Schicht und ausreichend Wasser immer dabei. Karten und Wegbeschreibungen vorab herunterladen.

🗝 Geheimtipp: Die Wanderung zum Ledena Pećina (Eishöhle) – eine natürliche Höhle auf über 2.000 Metern Höhe, in der selbst im Sommer Eis liegt. Wenig besucht, gut erreichbar von Žabljak aus, und ein Erlebnis das man so schnell nicht vergisst.

Für wen ist der Durmitor zum Wandern?

Wandereinsteiger
Erfahrene Bergwanderer
Familien (leichte Routen)
Fotografen
Naturfans

Skifahren im Durmitor – Montenegros einziges Skigebiet

Skigebiet: Savin Kuk – ca. 4 km von Žabljak

Höhe: 1.450–2.010 m

Lifte: 4 Lifte, ca. 12 km Pisten

Saison: Dezember bis März – Schneesicherheit durch Höhenlage

Preise: Sehr günstig – Tagespass ca. 15–25 €

Žabljak auf 1.456 Metern Höhe ist die höchste Stadtgemeinde auf dem Balkan – und der Ausgangspunkt für Montenegros einziges Skigebiet. Das Skigebiet Savin Kuk ist kein Verbier und kein Kitzbühel, aber für einen entspannten, günstigen Skitag mit atemberaubendem Bergpanorama ist es perfekt.

Der Tagespass kostet einen Bruchteil dessen, was man in Österreich oder der Schweiz zahlt, Skiverleihe sind vor Ort günstig und gut, und Schlangen an den Liften sind selbst in der Hauptsaison selten. Für alle, die Skifahren mit Durmitor-Natur kombinieren wollen, ist dies das Winterziel in Montenegro.

🗝 Tipp: Wer im Winter nach Montenegro reist und sowohl Küste als auch Schnee erleben möchte: Am Morgen Skifahren im Durmitor, abends am Strand von Budva sitzen. Das ist im Januar und Februar tatsächlich an einem Tag machbar — ca. 2,5 Std. Fahrt.

Žabljak – die Basis für den Durmitor

Žabljak ist keine hübsche Stadt – das sei vorweg gesagt. Sozialistisch gebaut, funktional, ohne besonderen Charme. Aber es ist die einzige größere Siedlung im Nationalpark und damit die unverzichtbare Basis für jeden Durmitor-Besuch. Supermärkte, Restaurants, Unterkünfte, Wanderkarten, Rafting-Anbieter — alles was man braucht, ist hier.

Übernachten in Žabljak

Für einen Tagesausflug vom Küstenort reicht es knapp — aber nur knapp. Die Fahrt von Budva dauert ca. 2,5 Stunden, man hat dann 4–5 Stunden vor Ort und 2,5 Stunden zurück. Das ist machbar für den Crno Jezero Rundweg, aber zu wenig für Rafting und Wandern kombiniert. Wer den Durmitor wirklich erleben will, übernachtet mindestens eine Nacht in Žabljak. Preise sind sehr günstig: kleine Gästehäuser und Apartments ab 30–50 € pro Nacht.

Essen in Žabljak

Die Restaurants in Žabljak servieren traditionelle montenegrinische Bergküche: Lamm vom Grill, Forelle aus den Gebirgsflüssen, Kajmak (Rahm), Cicvara (Maisbrei mit Käse) und das unvermeidliche Nikšićko-Bier. Günstig, sättigend, authentisch — kein Küstengetriebe, dafür echtes Bergessen.

🗝 Geheimtipp: Übernachte in einer traditionellen Katun-Hütte auf der Hochalm – rustikale Holzhütten von Hirten, die im Sommer ihre Herden hier weiden. Keine Klimaanlage, kein WLAN, aber frische Bergluft, Milch direkt von der Kuh und ein Sternenhimmel ohne Lichtverschmutzung. Eine Übernachtung für die man sich erinnern wird.

Anfahrt & praktische Infos für deinen Durmitor-Besuch

Anfahrt zum Durmitor-Nationalpark

Von Budva: Ca. 2,5 Std. – über Petrovac und Nikšić oder über Podgorica

Von Podgorica: Ca. 2 Std. über Nikšić

Von Kotor: Ca. 2,5 Std. über Cetinje und Nikšić

Öffentliche Verkehrsmittel: Busse ab Podgorica nach Žabljak – täglich, aber unzuverlässig

Mietwagen: Empfohlen – die Straßen im Nationalpark sind nur mit Auto sinnvoll erkundbar

Nationalpark-Eintritt

Tageskarte: Ca. 3 € pro Person (inkl. Crno Jezero und Hauptwanderwege)

Saisonkarte: Für längere Aufenthalte erhältlich am Nationalpark-Eingang

Karten: Am Eingang und in Žabljak erhältlich

Was einpacken?

Auch im Hochsommer kann es im Durmitor auf 2.000 Metern kalt und windig werden — Fleecejacke und Regenjacke immer dabei. Feste Wanderschuhe für alle Touren außer dem Seenrundweg. Sonnencreme und ausreichend Wasser. Bargeld — viele Hütten und kleine Anbieter nehmen nur Bares.

Wichtiger Hinweis: Im Durmitor gibt es kaum Mobilfunkempfang außerhalb von Žabljak. Karten, Wanderrouten und wichtige Nummern vorab herunterladen und offline speichern.


Fazit: Der Durmitor ist Montenegros größtes Naturwunder

Wer Montenegro nur von der Küste kennt, hat das Land zur Hälfte gesehen. Der Durmitor ist die andere Hälfte — wilder, stiller, ursprünglicher. Die Tara-Schlucht, der Crno Jezero im Morgennebel, der Bobotov Kuk mit Blick auf die Adria, das Rafting durch türkisblaues Wasser — das sind Momente, für die man nach Montenegro fährt und an die man sich noch Jahre später erinnert.

Unser Rat: Mindestens eine Übernachtung in Žabljak einplanen. Ein Tag reicht nicht.

Deine Unterkunft an der Küste

Wer den Durmitor als Tagesausflug von der Küste aus plant: Von unserem Apartment „Glücks-Griff“ in Becici bei Budva sind es ca. 2,5 Stunden — früh starten, Crno Jezero Rundweg und Tara-Brücke, abends zurück ans Meer. Mit Pool und Meerblick als verdiente Belohnung nach einem langen Bergtag.

→ Zum Apartment „Glücks-Griff“ in Becici

Podgorica Montenegro – Sehenswürdigkeiten, Tipps & lohnt es sich?

Podgorica Montenegro – Sehenswürdigkeiten, Tipps & die ehrliche Antwort auf „Lohnt es sich?“

Lage: Zentral in Montenegro, ca. 50 Min. von Budva und 1 Std. von Bar

Einwohner: ca. 175.000 – größte Stadt Montenegros

Highlights: Stara Varoš, Millennium-Brücke, Ribnica-Festung, Niagara-Wasserfall, Petrović-Park

Beste Reisezeit: April–Juni und September–Oktober – Sommer sehr heiß (bis 40°C)

Empfohlen für: Halbtagsausflug oder Zwischenstopp – kein klassisches Urlaubsziel

Die ehrliche Antwort zuerst: Podgorica ist keine der schönsten Hauptstädte Europas. Kein Prag, kein Ljubljana, kein Dubrovnik. Im Zweiten Weltkrieg fast vollständig zerstört, in der Tito-Ära als „Titograd“ sozialistisch wiederaufgebaut, seither stetig gewachsen — aber nie mit dem Charme einer historisch gewachsenen Stadtmitte gesegnet.

Und trotzdem: Podgorica hat echte Highlights, die sich lohnen. Ein osmanisches Altstadtviertel mit lebhaften Cafés. Eine der schönsten modernen Brücken Südosteuropas. Einen kleinen Wasserfall mitten in der Stadt. Und als Flughafen-Eingangspunkt ist Podgorica für viele sowieso der erste und letzte Eindruck von Montenegro.

Dieser Guide sagt dir ehrlich: Was ist wirklich sehenswert, wie lange brauchst du und wie planst du den besten Tagesausflug.


Die besten Sehenswürdigkeiten in Podgorica

Stara Varoš – das osmanische Altstadtviertel

Das mit Abstand charmanteste Viertel Podgoricas ist die Stara Varoš – das osmanische Altstadtviertel am Ufer der Ribnica. Niedrige Steinhäuser, enge Gassen, kleine Cafés unter Weinranken, die Džamija Džamija-Moschee aus dem 17. Jahrhundert und die Saat-Kula (Uhrturm). Hier, und nur hier, bekommt man in Podgorica das Gefühl, in einer Stadt mit Geschichte zu sein. Ein Spaziergang durch die Stara Varoš dauert ca. 30–45 Minuten.

🗝 Tipp: Setz dich in eines der kleinen Cafés in der Stara Varoš und bestell einen montenegrinischen Kaffee — schwarz, stark, mit Zucker serviert. Das ist der echte Podgorica-Moment, nicht die großen Boulevards.

Millennium-Brücke – Podgoricas ikonischstes Bauwerk

Die 2005 fertiggestellte Millennium-Brücke über die Morača ist das architektonische Aushängeschild der modernen Stadt. 140 Meter hoch, geschwungen, von Nacht beleuchtet — sie ist tatsächlich beeindruckend und einer der wenigen Orte, an denen man Podgorica wirklich fotografieren möchte. Besonders bei Sonnenuntergang und nachts, wenn die Beleuchtung die Pylone in warmem Licht erstrahlen lässt.

Ribnica-Festung – die ältesten Mauern der Stadt

An der Mündung der Ribnica in die Morača stehen die Überreste der mittelalterlichen Ribnica-Festung — die ältesten erhaltenen Mauern Podgoricas. Die Festung wurde erstmals im 15. Jahrhundert erwähnt, heute sind nur noch Ruinen erhalten. Der Spaziergang entlang der Ribnica dorthin ist trotzdem lohnend: schattige Wege, Wasser, Ruhe mitten in der Stadt.

Niagara von Podgorica – der Mini-Wasserfall

Podgorica hat einen eigenen „Niagara“ — so nennen die Einheimischen augenzwinkernd den kleinen Wasserfall an der Cijevna, einem Nebenfluss wenige Kilometer außerhalb der Stadt. Im Frühjahr, wenn die Schneeschmelze die Flüsse füllt, stürzt das Wasser über breite Felsplatten — tatsächlich beeindruckend für einen Stadtausflug. Im Sommer führt die Cijevna weniger Wasser, aber das türkisblaue Wasser zum Schwimmen bleibt.

🗝 Geheimtipp: Der Cijevna-Wasserfall ist am schönsten im April und Mai – dann führt der Fluss viel Wasser und das Türkisblau der Schmelzwasserflüsse ist außergewöhnlich intensiv. Im Sommer lohnt er sich mehr zum Schwimmen als zum Schauen.

Petrović-Schloss und Park

Das Sommerpalais der Petrović-Dynastie — der montenegrinischen Königsfamilie — liegt in einem parkähnlichen Gelände im Stadtzentrum. Heute beherbergt es Kunstgalerien und Ausstellungsräume. Der Park ringsum ist einer der angenehmsten Schattenplätze in Podgorica und besonders im Sommer eine willkommene Abkühlung von der Stadthitze.

Kathedrale der Auferstehung Christi

Die 2013 fertiggestellte orthodoxe Kathedrale ist eines der größten religiösen Bauwerke auf dem Balkan und von außen unübersehbar. Das Innere beeindruckt mit aufwendigen Mosaiken und Gold-Fresken im byzantinischen Stil. Wer orthodoxe Kirchen mag: unbedingt rein. Angemessene Kleidung erforderlich.

Für wen lohnt sich Podgorica?

Städtereisende
Architekturafans
Durchreisende
Kulturinteressierte
Flughafentransit

Essen & Ausgehen in Podgorica

Podgorica hat eine lebhafte Restaurant- und Café-Szene — deutlich vielfältiger als die meisten Küstenstädte, weil hier das ganze Jahr über Einheimische essen gehen, nicht nur Sommertouristen. Die Preise sind niedriger als in Budva oder Kotor, die Qualität oft besser.

Wo essen in Podgorica?

Die Restaurants rund um die Stara Varoš und entlang der Morača-Promenade sind die schönsten — im Sommer mit Außenterrassen und Flussbrise. Das Stadtzentrum rund um die Slobode-Straße hat viele internationale Optionen. Für traditionelle montenegrinische Küche: kleine Lokale in der Stara Varoš, die nicht auf Touristen ausgerichtet sind und echte lokale Preise haben.

Craft Beer und Kaffeehauskultur

Podgorica hat in den letzten Jahren eine echte Craft-Beer-Szene entwickelt — mehrere kleine Brauereien und Taprooms bieten lokale Biere, die man an der Küste nicht findet. Und die Kaffeehauskultur ist hier montenegrinisch-entspannt: Stunden beim Kaffee sitzen, schauen, reden. Das ist Podgorica von seiner angenehmsten Seite.

🗝 Tipp: Der Markt Pljevaljska Pijaca im Stadtzentrum — ein echter montenegrinischer Bauernmarkt mit frischen Produkten, Honig, Käse und lokalen Spezialitäten. Günstig, authentisch und weit weg vom Tourismusgetriebe.

Podgorica als Ausgangspunkt – die besten Tagesausflüge

Das Beste an Podgoricas Lage: Es liegt im geografischen Mittelpunkt Montenegros und ist damit der ideale Ausgangspunkt für Ausflüge in alle Richtungen.

Skadar-See – 30 Minuten entfernt

Der größte See des Balkans liegt quasi vor der Haustür Podgoricas. Von Virpazar aus starten Bootstouren durch Seerosenfelder und an Klosterinseln vorbei — einer der schönsten Naturausflüge Montenegros.

→ Unser Skadar-See-Guide

Cetinje – 40 Minuten entfernt

Montenegros alte Königsstadt liegt in den Bergen über der Bucht von Kotor — mit Königspalast, Nationalmuseum und einer ruhigen Würde, die Podgorica fehlt. Über die Serpentinenstraße nach Cetinje fahren, von oben auf die Bucht blicken: einer der schönsten Fahrten in ganz Montenegro.

Ostrog-Kloster – 40 Minuten entfernt

Das Ostrog-Kloster — in eine senkrechte Felswand gebaut, auf 900 Metern Höhe — ist einer der wichtigsten Wallfahrtsorte der orthodoxen Welt und von Podgorica aus bequem zu erreichen. Eindrucksvoller als jede andere Kirche in Montenegro.

Krupac-See – 50 Minuten entfernt

Kristallklares Süßwasser, Camping, Kayaking und Zipline bei Nikšić — perfekt für einen entspannten Badetag abseits der Adria.

→ Unser Krupac-See-Guide

Budva & Küste – 50 Minuten entfernt

Wer in Podgorica übernachtet und einen Strandtag einplant: Budva ist in knapp einer Stunde erreichbar — Mogren Beach, Altstadt, Abendessen und zurück. Gut machbar.

→ Unser Budva-Guide

Podgorica besuchen – Anfahrt & praktische Tipps

Anreise & Flughafen

Flughafen Podgorica (TGD): 12 km vom Zentrum – ca. 15 Min. mit Taxi (ca. 10–15 €)

Von Budva: ca. 50 Min. mit dem Auto

Von Kotor: ca. 1 Std. 15 Min.

Von Bar: ca. 50 Min. – auch per Zug möglich

Zug: Aus Bar und Belgrad – Podgorica ist Knotenpunkt der Belgrad-Bar-Bahn

Wie lange für Podgorica einplanen?

Für die Stadt selbst reicht ein halber Tag problemlos. Stara Varoš erkunden, Millennium-Brücke anschauen, Kaffee und Mittagessen — das ist in 3–4 Stunden gut machbar. Wer Podgorica als Basis für Ausflüge nutzt, übernachtet 1–2 Nächte und erkundet die Region drumherum.

Wann nach Podgorica reisen?

Podgorica liegt in einem Kessel und ist im Sommer eine der heißesten Städte Europas — Temperaturen von 38–42°C im Juli und August sind keine Seltenheit. Für einen Stadtbesuch sind April, Mai, September und Oktober deutlich angenehmer. Wer im Sommer durchreist: früh morgens die Stadt erkunden, mittags im Inneren bleiben.

🗝 Letzter Tipp: Wenn du über Podgorica ein- oder ausreist und ein paar Stunden Zeit hast: Lass das Gepäck am Flughafen oder im Hotel, nimm ein Taxi in die Stara Varoš, trink einen Kaffee und spazier zur Millennium-Brücke. Das ist ein guter erster oder letzter Eindruck von Montenegro — bodenständig, ehrlich, lebendig.


Fazit: Podgorica lohnt sich – aber mit realistischen Erwartungen

Podgorica ist keine Reisehauptstadt und wird auch keine werden. Aber es ist die echte, lebendige Hauptstadt eines echten kleinen Landes — mit einem osmanischen Altstadtviertel, das Charakter hat, einer modernen Brücke, die wirklich beeindruckt, und einer Kaffeehauskultur, die den Kern montenegrinischen Lebens zeigt.

Unser Rat: Einen halben Tag einplanen, Erwartungen niedrig halten, von der Stara Varoš überraschen lassen. Und dann weiter — Montenegro hat schönere Orte, und Podgorica ist der perfekte Ausgangspunkt dafür.

Deine Unterkunft in Montenegro

Wer Podgorica als Zwischenstopp nutzt und danach an die Küste möchte: Unser Apartment „Glücks-Griff“ in Becici bei Budva liegt ca. 50 Minuten entfernt — mit Poolzugang und Meerblick als willkommener Kontrast zur Stadthitze.

→ Zum Apartment „Glücks-Griff“ in Becici